Haben Sie Schmerzen nahe eines Kiefergelenks u./o. im Bereich der Wangen? Ermüdet Ihre Muskulatur beim Kauen schnell? Schauen Sie sich Ihre Zunge im Spiegel an. Finden Sie seitlich an der Zunge Einbuchtungen/Abdrücke von den Zähnen (sog. Girlandenzunge)? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sie eine Myoarthopathie haben.
Typisch ist ein muskelkaterartiger, mittelstarker Tiefenschmerz (plus einschießende Attacken) im Bereich der Wangen und des Ohres. Anfangs handelt es sich um einen tiefen, dumpfen Schmerz, der nur bei Kieferbewegungen auftritt, später geht er oft in einen sehr intensiven Dauerschmerz über. Der Schmerz kann in alle Teile des Gesichts ausstrahlen, in die Zähne, Kiefer, Kieferhöhlen, den Gaumen oder das Ohr. Manche Menschen leiden v.a. nachts unter den Schmerzen, wenn beim seitlichen Schlafen die Kiefer leicht gegeneinander verschoben werden.
Bei manchen Menschen führen Kieferbrüche, Entzündungen oder Störungen des Kiefergelenks zu diesen Schmerzen.
Bei den meisten Betroffenen liegt eine erhöhte Stressbelastung vor und eine Störung der Botenstoffe (z.B. Serotonin), die zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit führt und dazu, auf Stress schlecht reagieren zu können. So leiden diese Menschen unter Dauerstress, neigen dazu, besonders nachts sehr stark auf die Zähne zu beißen (sprichwörtlich „beißen sie die Zähne zusammen“ um alles zu ertragen) und triggern damit den Schmerzkreislauf der sowieso schon schmerzempfindlichen Muskulatur.
Auch Ängste und Depressionen können zu einer Myoarthropathie führen.